|
|
|
![]()

J.J. - Julian Jones
[2]
ACHTUNG!!!
EINE GESCHICHTE, DIE NICHT IN UNSERER WELT SPIELT - WEDER AUF UNSERER ERDE UND
NOCH NICHT MAL IN UNSERER DIMENSION... ;-)
SONDERN IN MEINER AMAYRA-VARIANTE!
BETRETEN DER "PHANTASTISCHEN" DIMENSIONEN AUF EIGENE GEFAHR!
(c) by Basilea/Barbarella

![]()
Autorin: Barbara (barbarella_1970@yahoo.de)
Rating: R bis NC-17 (jedenfalls stellenweise)
[Sklaverei, Sexuelle Hörigkeit, BDSM und andere Brutalitäten, Inzest, non-con, MPreg und was mir sonst
noch alles in den Sinn kommt... *sadistisch-grins*]
Disclaimer: Diese Geschichte spielt in meiner Amayra-Variante und
deshalb gehört alles mir, ätsch! Irgendwelche Ähnlichkeiten mit echten oder erfundenen
Personen wären rein zufällig.
Spielt weit in der Zukunft (in der Sil'Amor-Ära)...
als es - gewissermassen aus Politischen Gründen - einen Föderierten nach Malga-Siru verschlägt, wo er allerhand mitmachen muss, das
arme Unschuldslämmchen... *diabolisch-lächel*
Anmerkung: Wenn J.J. anwesend ist bedeutet für gewöhnlich
"..." Reden in Fédéral und '...' Reden in Rancoon/Milgoon ;-)
Gewidmet meinem lieben Freund Xenon. Das
hast du nun davon! ;-P

ARAK ATAYA - DER
SCHWARZE DRACHE
Was bisher geschah:
Julian Jones, ein junger Mann aus der Föderation, wird - aus Politischen
Gründen - nach Malga-Siru verheiratet, an die Fürstin
von Rancoon... und findet sich zu seinem Schrecken
schliesslich nicht etwa irgendwo in der mondänen Malgaïschen
Gesellschaft wieder, sondern auf der untersten Stufe in einem Harem, in einer
gottverlassenen Provinz am Arsch der Welt.
Und er kann sich nur
schwer an die Sitten und Gebräuche hier gewöhnen - und daran, dass man ihn hier
bestenfalls als Sexspielzeug betrachtet. Er ist eben nur Elesch,
der Fremde, der nicht mal die Sprache richtig sprechen kann.
Nicht zuletzt mit
Drogen wird er jedoch irgendwann gefügig gemacht und lernt endlich zu kuschen,
wenn der Bruder der Fürstin ihn rannehmen will.

11. Kapitel 
Telon
nimmt ihn wieder mal zu einer Party mit... oder besser gesagt zu einem Gelage
mit anschliessendem Sex - also das was sich J.J. immer so gemeinhin unter einer
Orgie vorgestellt hat. Jetzt ist er selbst meist mittendrin und hat inzwischen
ziemlich gut gelernt, den anderen zu gefallen... ja mehr noch, er hat
tatsächlich gelernt, es auch wirklich selber zu geniessen... und dabei lieber
nicht zuviel darüber nachzudenken, ob das wohl mit seinen geänderten
'Moralvorstellungen' zu tun hat oder nur an den Drogen liegt, die er jetzt viel
besser verträgt, seit Lara wohl irgendwas an der Kräutermischung geändert hat.
Lara von Rancoon, immer noch der Traum seiner schlaflosen
Nächte. In seinen Träumen nennt er sie manchmal 'Schwarzer Drache' und er
wünschte sich, sie würde wirklich den Goldenen Drachen stürzen und selbst den
Thron besteigen, wie es offenbar in einer Prophezeiung vorhergesagt wird.
Darum würde Lacial auch jedem den Kopf abhacken
lassen, der sowas laut sagt... und darum würde J.J. den Namen *Arak Ataya* auch niemals laut
aussprechen, schon gar nicht im Zusammenhang mit Lara, der Grossen Hexe mit dem
königlichen Blut.
Aber zurück zur aktuellen Orgie.
Diesmal sind sogar Frauen dabei... Allerdings keine Conjugas
und Layas, sondern Amazonen. Einige von denen erkennt
er wieder, da sie zu den Wachen gehören, die ihn herumzuführen pflegen.
Als sie an ihm herumzugrabschen beginnen, denkt er nicht mal mehr an irgendwelchen
Widerstand, sondern lässt sich alles gefallen und tut, was von ihm erwartet
wird... wie in Trance, als liefe sein Körper mit Autopilot. Ob ihm jemand eine
Frucht in den Mund schiebt, Finger, eine weiche Brust oder einen harten Schwanz
- ganz egal, er fängt an zu nuckeln, zu lutschen und zu saugen, als hinge sein
Leben davon ab.
Auch als sich eine Amazone mit sadistischem Lachen auf sein Gesicht setzt,
setzt er instinktiv seine Zunge ein, als hätte er sein Leben lang nichts
anderes gemacht...
... und dass er irgendwann einmal jemals irgendwelche Hemmungen hatte, kann er
sich gar nicht mehr vorstellen.
Hemmungen kann man sich hier nicht leisten.
Sein Haar reicht ihm inzwischen bis auf die Schulter, denn es wurde ja in den
letzten Monaten nie geschnitten. Sobald es noch länger ist, vielleicht in einem
Jahr oder so, werden J.J. nur noch seine Augen als Fremdling verraten...
Als Telon mit den Fingern schnippt, zögert J.J. keinen
Augenblick, sondern krabbelt zu ihm und sieht ihn fragend an, bereit alles zu tun
was der Herr will, wie es sich für ihn gehört.
Vor einem halben Jahr oder so hätte er sich nicht träumen lassen, dass er mal
einem Mann den Schwanz lutschen würde, aber das scheint ihm inzwischen eine
Ewigkeit her zu sein. Sechs Monate... oder das was er mal für Monate gehalten
hat. Seine ganze Zeitrechnung ist sowieso empfindlich durcheinandergekommen,
als Lara ihn mal darauf aufmerksam gemacht hat, dass die Tage hier auf Pariaragon gut eine halbe Stunde länger sind als das was er
früher als Föderierte Standardtage gewohnt war.
Nichts ist mehr, wie es war.
Er selbst am allerwenigsten, wie er sich nun dem Bruder der Fürstin
anbiedert...
Der Abend wird zum Albtraum, sobald plötzlich Lacial Pandemeyla auftaucht, die Fürstin höchstpersönlich.
Offenbar ist ihr langweilig und sie hat schlechte Laune.
J.J. hat die Fürstin seit seinem ersten Tag in Rancoon
nie wieder zu Gesicht bekommen und duckt sich nun, damit er ihr ja nicht
auffällt. Vielleicht hat sie ihn ja längst vergessen.
Hoffentlich.
Doch so viel Glück hat er nicht.
Hinterher kann er sich nur noch schemenhaft daran erinnern, was alles passiert
ist.
Beschimpfungen.
Fluchen.
Schläge, Hiebe, Tritte...
Schmerzen.
Schwarze Nacht.
~
"Was
zum Geier ist hier passiert?!" will Lara wissen und ihre Augen funkeln
böse. Es gibt Augenblicke, da kann sie ihr Temperament einfach nicht zügeln...
und jetzt, wo sie vor J.J. steht, der ziemlich übel aussieht und den alle
anderen zweifellos für tot halten, weil sie sich gar nicht erst die Mühe
machen, genauer hinzusehen, ist so ein Augenblick, wo sie Lacial
am liebsten die Augen auskratzen würde.
"Er hat mich wütend
gemacht!" erklärt die Fürstin lapidar und weiss natürlich, dass niemand es
wagen würde, ihr da zu widersprechen.
Alle anderen starren betreten zu
Boden, doch Lara kümmert sich schon gar nicht mehr darum, sie sieht nur Lacial fragend an.
"Worauf wartest du? Sorg dafür,
dass er eingeäschert wird..."
"Mit Verlaub, er wäre ideal für
meine Studien... schliesslich kümmert es niemanden, was mit seinen Überresten
passiert." Lara klingt wieder sehr gefasst und setzt sogar ein leises
wölfisches Lächeln auf, als andere beim blossen Gedanken an ihre geheimen
Laboratorien tief unten im Berg zu schaudern scheinen. Da Leichen hier nach
einem gewissen Ritus eingeäschert zu werden pflegen, erschreckt es die Leute,
wenn sie daran erinnert werden, dass die Grosse Hexe zuweilen an toten Dingen
herumschnippelt, um zu sehen, wie sie im Leben funktioniert haben.
"Tu mit ihm, was du willst!"
erklärt Lacial hoheitsvoll und winkt ab.
Lara wickelt die angebliche Leiche
schnell in eine Decke, wirft sich den Körper über die Schulter und geht.
Fast gewaltsam muss sie sich dazu zwingen, nicht zu rennen, aber sie darf
keinen Verdacht erwecken, sonst kommt doch noch jemand dahinter, dass er gar
nicht tot ist.
Noch nicht.
Erst als sie in einem Gang ankommt, den normale Menschen nicht zu betreten
wagen, beschleunigt sie ihre Schritte und schafft J.J. schliesslich in ihr
Labor, wie sie ihre Hexenküche zu nennen pflegt. Sie wickelt den Mann
vorsichtig aus der Decke und beginnt ihn zu verarzten, unsicher darüber, ob er
den nächsten Morgen überhaupt noch erleben wird.

12. Kapitel 
Irgendwie
ist alles verschwommen für Julian Jones.
Hitze. Kälte.
Fieber.
Lara's kühle Hände auf seiner Stirn... und auch
überall sonst auf seinem Körper. In den wenigen Augenblicken, da er wach ist,
fühlt sich sein Körper fremd an... doch das liegt vielleicht nur daran, dass
fast alles bandagiert ist.
Meist schläft er ein...
... bevor er sich wirklich erinnern kann, was eigentlich passiert ist.
Und warum er hier unten ist, wo nie die Sonne scheint...
... in Lara's geheimnisumwitterter Hexenküche, von
der man in Rancoon nur hinter vorgehaltener Hand
spricht, weil zwar die wildesten Gerüchte darüber in Umlauf sind, doch
eigentlich doch lieber niemand so genau wissen will, was dort wirklich vor sich
geht.
Ausser einer Unmenge getrockneter Kräuter und dergleichen in vergitterten
Schränken sowie diverser Utensilien zur Herstellung von Kräutertees und
Heiltränken, stehen hier noch viele unheimliche Dinge in den Regalen, deren
Sinn nicht ohne weiteres erkennbar ist; womöglich dient das ganze Ambiente vor
allem der Abschreckung, falls sich doch mal jemand hierher verirren sollte.
Einmal erhascht J.J. einen Blick auf ein Glas, in dem Augen schwimmen.
Seine Augen.
Er kriegt einen Riesenschreck und es dauert eine Weile, bis es ihm in seinem
fiebrigen Zustand dämmert, dass das ja gar nicht seine Augen sein können, denn
sonst könnte er sie ja schliesslich gar nicht *sehen*... Doch sie sehen aus wie
seine Augen. Kein Mensch in Rancoon ausser ihm hat
solche Augen!
"Die Dinger hab ich
gezüchtet", erklärt Lara, nicht ohne gewissen Stolz.
"Ist ja eklig!"
"Wäre es dir lieber, ich hätte
dir deine Augen rausgerissen?"
"Wozu denn überhaupt?"
"Für Lacial's
kleine Sammlung. Wenn sie die Augen sehen, wird niemand mehr nach dir
fragen."
"Oh. Warum sollte jemand nach mir
fragen?"
"Schlaf jetzt wieder!"
Irgendwann, nach einigen Wochen - J.J. hat längst jedes Zeitgefühl verloren -
wird ihm langsam klar, wie schwer er eigentlich verletzt war und wie viel Mühe
es Lara gekostet haben muss, ihn am Leben zu halten und gesund zu pflegen.
Und langsam wird er sich auch bewusst, dass er hier unten nicht alleine ist,
wenn Lara nicht da ist.
Da ist noch jemand.
Jemand, der dafür sorgt, dass die Wasserflasche immer voll ist und sein Verband
gewechselt wird, wenn eine Wunde wieder aufreisst und er vor Schmerz ohnmächtig
wird.
Jemand, der sich nie blicken lässt und offenbar nicht gesehen werden will...
... und es macht J.J. langsam ganz kribbelig.
Bei jedem Rascheln zuckt er zusammen, doch es gibt hier unten Ratten und
deshalb raschelt es ziemlich häufig. Lara scheint sich nicht an den Ratten zu
stören, ganz im Gegenteil, offenbar füttert sie die Biester auch noch - und scheinbar
verwendet sie hin und wieder eine als Versuchskaninchen; doch nicht zuletzt
wegen der Ratten sind hier unten alle Sachen, die angeknabbert werden könnten,
hinter Gittern versorgt.
Manchmal träumt J.J. davon, dass die Ratten auch ihn anknabbern würden, wenn
sie sonst nichts zu fressen finden.
Aber als J.J. eines Tages plötzlich klar wird, dass die Ratten ihn wohl so
schnell nicht auffressen, sondern *er* offenbar Rattenfleisch knabbert, muss er
sich übergeben.
~
J.J.
fühlt sich schwach, nachdem er jetzt schon etliche Wochen im Bett gelegen ist,
doch er hat genug von den Bettpfannen... und er weiss ganz genau, dass sich
hinter jener Tür dort ein Badezimmer oder sowas verbergen muss. Es sind nur ein
paar Schritte - das sollte doch zu machen sein!
Mit etwas Glück gibt's dort auch einen Spiegel, dann kann er endlich mal sehen,
was aus ihm geworden ist. Seit seine Hände nicht mehr bandagiert sind, hat er
sein Gesicht betastet und ist der Meinung, dass wohl seine Nase gebrochen war
und Lara sich offenbar keine grosse Mühe gegeben hat, dass sie auch wieder
gerade zusammenwächst... Aber vielleicht will er sich auch nur selbst im
Spiegel sehen, weil das alles dann *wirklich* wird.
Also rappelt er sich langsam hoch und
es kommt ihm schon wie eine Ewigkeit vor, bis er einfach nur auf seinem Bett
sitzt und mit seinen Füssen zum ersten Mal seit langer Zeit wieder Boden
berührt. Verdammt, ihm ist ja jetzt schon schwindlig - die paar Schritte bis
zum Badezimmer kommen ihm wie eine Weltreise vor. Wenn er umkippt und einfach
auf dem Boden liegen bleibt, kommen bestimmt die Ratten. Oh ja, die Biester
fressen alles, was man fallen lässt. Und während er noch daran denkt, wie
furchtbar es doch wäre, ohnmächtig auf dem Boden zu liegen und von Ratten
angefressen zu werden...
... da wird ihm so schwindlig, dass er vom Bett rutscht. Er ist schon
bewusstlos, noch bevor sein Kopf auf dem Steinboden aufknallt.
Als er wieder zu sich kommt, fühlt er sich seltsam schwerelos... und es dauert
eine ganze Weile, bis seinem benebeltem Verstand
aufgeht, dass er offenbar bis zum Hals in warmem Wasser liegt, das sich
verdächtig nach heissen Quellen anfühlt.
Nanu?!
Hat Lara ihn gefunden und ins Bad gebracht? Mit einigem Blinzeln vergewissert
er sich, dass die Wände hier aus ähnlichem Naturfels bestehen wie in den Bädern
des Harems... doch der Raum hier ist viel kleiner - und auch dunkler, abgesehen
von ein paar Kerzen.
"Lara?" flüstert J.J. und
seine Stimme klingt so rau, das er sich selbst kaum versteht.
Da legt sich ein Finger auf seinen Mund.
Und es ist nicht Lara's Finger.
Erschreckt versucht J.J. sich umzusehen, mit dem Resultat, dass sein Kopf
infernalisch zu schmerzen beginnt. Eine Hand legt sich auf seine Stirn und er
wird festgehalten, während jemand beruhigend 'Schhhhhhhhh'
macht... und wie programmiert schliesst J.J. wieder seine Augen.
"Kein Angst."
Die Stimme klingt rau, als hätte der
Mann - wer auch immer er ist - schon lange keinen Ton mehr gesagt. Oder
vielleicht klingt es auch nur so, weil der Akzent noch viel schrecklicher ist
als der von Lara.
Ähm.
Hey, hat der Typ etwa gerade Fédéral gesprochen?! Er
dachte, Lara wäre die einzige hier, die Fédéral
spricht! Er dachte aber auch... ähm... er hat
vergessen, was er dachte, denn das Denken fällt gerade verdammt schwer.
Und noch bevor sich J.J. entscheiden kann, was wie wo und ob er überhaupt
denken kann, versinkt sein Bewusstsein wieder in der samtig-weichen Schwärze
einer gnädigen Ohnmacht.
13. Kapitel 
Als J.J.
das nächste Mal halbwegs zu sich kommt, liegt er wieder im Bett, fühlt Verbände
an seinem Körper und der Duft von frisch gebrühtem Kräutertee steigt ihm in die
Nase. Lara's Hand legt sich auf seine Stirn und er
hört die Grosse Hexe irgendwas flüstern, das kein Fédéral
ist.
Doch noch bevor er sie fragen kann, mit wem sie sich da unterhält --
Da war doch jemand oder hat er das etwa geträumt?!
-- da dämmert er auch schon wieder weg.
~
Lara tut
fast so, als wäre nichts gewesen. Oder besser gesagt, als wäre *niemand* da
gewesen. Aber wenn wirklich niemand da wäre, würde sie ihn doch sicherlich
dafür schelten, dass er auf die Idee kam, das Bett zu verlassen. Und er hat das
Bett wirklich verlassen und ist hingefallen, denn die Beule an seinem Kopf
fühlt sich doch ziemlich real an. Oder ist er etwa nur im Traum aus dem Bett
gefallen oder sowas in der Art?!
Verdammt, er wird noch verrückt!
Gerade als er sich schliesslich aufrafft, von Lara endlich ein paar Erklärungen
zu verlangen...
... da setzt sie sich zu ihm und ergreift seine Hände.
"Du bist nicht verrückt."
Und dann ruft sie, ohne ihn dabei aus den Augen zu lassen: "Rion, vai!" Dann wiederholt
sie: 'Rion, komm her!'
Und dann sieht J.J. endlich, wie sich
im Schatten etwas bewegt. Die Gestalt tritt näher und entpuppt sich
schliesslich als Mann, der sein Gesicht hinter einem regelrechten Vorhang von
Haaren verborgen hat. Rion - das muss er wohl sein -
stellt sich neben Lara.
"Rion
ist mein Bruder. Er ist etwas schüchtern."
"Bruder?" wiederholt J.J.
etwas perplex. Er hat nie auch nur einen Pieps darüber gehört, dass Lara von Rancoon - der Schwarze Drache - einen Bruder hat, obwohl
doch ansonsten wirklich genug Gerüchte jeglicher Art über sie im Umlauf sind.
"Ich bin die einzige, die weiss,
dass er noch lebt. Und nun weisst du es auch." Lara's
Blick besagt deutlich, dass es nicht ratsam wäre, dieses Geheimnis
weiterzuerzählen... wobei da bei J.J. ja wenig Gefahr besteht, immerhin ist er
selbst ein Totgeglaubter. Der Föderierte mit dem Malgaïschen Pass, der nun offiziell als tot gilt, sieht
ganz so aus, als wollte er gleich Hundert Fragen über Rion
stellen, doch Lara kommt dem zuvor: "Bislang haben wir noch gar nicht über
deinen neuen Status gesprochen.
"Mein neuer Status?"
wiederholt J.J. und klingt immer noch - oder schon wieder - total perplex. Was
in aller Welt meint sie denn mit Status, jetzt wo ihn offenbar alle Welt für
tot hält.
"Lacial
hat dich umgebracht, also gehörst du nicht mehr zu ihrem Harem und alle
Verträge sind nichtig geworden. Ich habe dein Leben gerettet, also gehörst du
jetzt mir."
"Das klingt einleuchtend... und
nun?" J.J. sieht sie fragend und etwas ängstlich an.
"Ich wollte nur sicher gehen,
dass dir das klar ist."
Langsam schwant J.J. etwas, denn
immerhin ist er ja nicht völlig auf den Kopf gefallen. Moment mal... wenn er
Lara gehört und Rion Lara's
Bruder ist, bedeutet das dann, er gehört -- à la 'Geschwister teilen alles' --
auch diesem Rion, so wie auch Telon
ihn immer als sein Eigentum betrachtet hat, und falls ja... was bedeutet es für
ihn?!
Allerdings lässt sich Lara heute auf keine weiteren Diskussionen ein, flösst
ihm einen eklig schmeckenden Trank ein und lullt ihn mit einem hypnotisch
klingenden 'Schhhhhhhh!' in den Schlaf. Kurz vor dem
Wegdämmern schiesst J.J. in plötzlicher Klarheit durch den Sinn, dass er auf
Gedeih und Verderb der Gnade einer Tayda-Hexe und
ihres womöglich etwas verrückten Bruders ausgeliefert ist.
~
Rion
hat offenbar den ein oder anderen Brocken Fédéral aufgeschnappt, trotzdem besteht das Kauderwelsch,
in dem sie sich unterhalten, natürlich hauptsächlich aus Rancoon-Dialekt.
Und obwohl J.J. den totgeglaubten Bruder von Lara für
einen ziemlich schrägen Kauz hält -- obwohl oder vielleicht gerade weil der
Mann seiner Schwester so ähnlich sieht -- ist er doch froh, dass er da ist.
Auch wenn er je länger je mehr zum Schluss kommt, dass Rion
ganz schön einen an der Klatsche haben muss. Ein Rad ab. Nicht mehr alle Tassen
im Schrank. Plemplem!
In den letzten paar Tagen hat J.J. immerhin erfahren, dass Rion
in seiner Jugend einem Mordkomplott zum Opfer fiel, was offenbar auch irgendwas
mit irgendwelchen Prophezeiungen über den Schwarzen Drachen zu tun hatte. Lacial scheint diesbezüglich ganz schön paranoid zu sein...
und Rion spuckt jedes Mal angewidert auf den Boden,
wenn der Name der Fürstin erwähnt wird, obwohl er inzwischen vergessen zu haben
scheint, weshalb er eigentlich den Goldenen Drachen so hasst.
"Trink!" erklärt Lara mit
einer Stimme, die keinen Widerstand duldet.
"Aber das Zeug ist
widerlich..."
"Trink!"
Gehorsam leert J.J. den Becher und
verzieht das Gesicht. Schon seit Tagen gibt sie ihm nun abends einen Becher von
dem ekligen Gebräu und er fragt sich, ob das wohl eine Strafe dafür ist, dass
er das Bett verlassen hat (was er seitdem wohlweislich nicht wieder versucht
hat, solange sie ihm weiterhin Bettruhe verordnet)... und was zum Geier das
überhaupt ist. Ihre sonstigen Kräutertees schmecken doch eigentlich alle
ziemlich gut, also was ist das wohl für ein Zeug, auf
dem sie plötzlich so hartnäckig besteht?
~
Auch
noch Wochen später, als J.J. bereits wieder aufstehen kann, muss er abends
stets noch dieses abscheuliche Gebräu trinken, doch inzwischen hat er sich in
sein Schicksal ergeben.
Es geht ihm besser, doch er zuckt noch jedes Mal zusammen, wenn er sich im
Spiegel sieht. Er hat Narben zurückbehalten von Lacial's
Schlägen, an die er sich nicht mehr erinnern kann...
... doch der ganze Harem der Fürstin ist nur noch eine Erinnerung.
Hier unten scheint keine Sonne und es gibt kein Fenster, von dem aus er
irgendwas beobachten könnte, er kann nur mit Rion
Karten spielen und hin und wieder den Boden schrubben, damit alles so sauber
ist, dass man glatt vom Fussboden essen könnte... apropos Essen: die Küche hier
unten ist offenbar Rion's Revier und der lässt ihn
eine Pfanne höchstens anfassen, um sie zu putzen.
Lara hat seinen Sauberkeitsfimmel nur mit einer hochgezogenen Braue quittiert,
ansonsten jedoch nicht viel dazu gesagt; immerhin stellt er nichts dümmeres an,
solange er putzt, und ihre besonderen Sachen rührt er dabei wohlweislich auch
nicht an, denn wenn Rion schon so empfindlich mit
seinem Kochgeschirr ist, dann will er Lara nicht erleben, falls er mal ihre
sorgfältig sortierten Hexenkräuter durcheinanderbringen
würde oder sowas in der Art.
Eigentlich verbringen Rion und J.J. den ganzen Tag
damit, auf Lara zu warten. Durch den Luftschacht im Bad hören sie manchmal
besonders lautes Gekreische aus den Bädern, doch es klingt alles so, als wäre
es schrecklich weit entfernt. Und das ist es auch. Hier unten gibt es weitverzweigte Geheimgänge, Kerker und Katakomben, in denen
ausser Lara und Rion - und nun J.J. - sicher schon
seit Ewigkeiten niemand mehr war. Vielleicht hat man vergessen, dass jemals so
tief in den Berg gegraben wurde.
Ach ja. Und noch was. Seit es ihm besser geht, gibt es des öfteren anzügliche Bemerkungen - sowohl von Lara, die
ihn damit neckt und offenbar aufmuntern will...
... als auch von Rion, der ihn mit seinen Blicken
manchmal geradezu auszuziehen scheint. Und bei all den 'zufälligen' Berührungen
kommt es J.J. durchaus langsam so vor, als hätte Rion's
Wahnsinn irgendwie Methode.
Und überdies ist J.J. inzwischen sowieso längst klar, dass er um Rion nicht herumkommt, wenn er sich Lara zu Füssen werfen
will... oh ja, und genau das hat er vor. Nicht dass es ein Geheimnis wäre, dass
er total verschossen ist in Lara von Rancoon, den
Schwarzen Drachen; bestimmt hat er in letzter Zeit schon oft genug im Schlaf
ihren Namen gemurmelt, wenn er feuchte Träume hatte von der Frau, der er sein
Leben verdankt.
Gleich heute wird er es tun, sobald sie nach Hause kommt.
Na ja, vielleicht sollte er doch lieber warten, bis sie ihren Tee getrunken
hat, bevor er sie mit einem unmoralischen Angebot überfällt.
14. Kapitel 
Heute!
Na ja, das hat er sich schon gestern gesagt, doch gestern ist Lara spätabends
noch lange weg gewesen, wie es eben gelegentlich vorkommt; J.J. hat den
Verdacht, dass sowas meist irgendwas damit zu tun hat, dass offenbar manche in
ihr den Schwarzen Drachen aus der Prophezeiung sehen, doch er hält wohlweislich
den Mund, denn die Grosse Hexe hat in solchen Augenblicken meistens eine
Stinklaune.
Aber heute...
Heute empfängt J.J. sie mit heissem Wasser - offenbar ist Wasser kochen so
ziemlich das einzige, was die Geschwister ihm zutrauen - und er hat die Dose
mit ihrer bevorzugten Kräutermischung bereit, so dass sie nur noch die richtige
Dosis zu nehmen braucht und die Füsse hochlegen kann. Daraufhin zieht er ihre
Sandalen aus und beginnt damit, ihr die Füsse zu massieren.
"Was ist los?" fragt Lara
schliesslich geradeheraus, nachdem sie ihre Tasse fast ausgetrunken hat und
J.J. immer noch schweigend an ihren Fusssohlen herumknetet, wie sie es ihm
einst beigebracht hat.
"Ähm..."
J.J. hat sich doch eine so schöne Rede zurechtgelegt, dass er doch jetzt ihr
gehört und auch in jeder Beziehung ihr Eigentum sein will und blablablubb... doch plötzlich scheinen die Worte in seinem
Kopf ziemlich blöd zu klingen und seine Gedanken überschlagen sich wieder wie
schon so oft, seit er sie kennt. Früher war er offiziell das Eigentum der
Fürstin, doch da solcherlei Moralische Bedenken ja mit seinem vermeintlichen
Tod hinfällig geworden sind, bleibt wieder mal die bange Frage, ob Lara ihn
überhaupt will. Nach hiesigen Schönheitsidealen war er noch nie ein Optischer
Leckerbissen und die Narben haben ihn sicherlich auch nicht attraktiver
gemacht... Und überhaupt, wenn Lara ihn wollte, dann hätte sie ihn doch nun
schon längst nehmen können, immerhin hat sie doch selbst gesagt, dass er soweit
wieder gesund wäre. Obwohl sie ihm immer noch dieses widerliche Zeug zu trinken
gibt.
"Was denn nun?" fragt Lara streng.
Sein Herz schlägt so laut, dass er
sich sicher ist, dass sie es hören kann. Nervöse Prüfungsangst! kommt ihm auf
einmal in den Sinn, wobei dieser Test hier womöglich über den Rest seines
Lebens entscheidet. Und er will sein Leben lieber als Lara's
Bettwärmer denn als auf dem Fussboden schlafender nichtsnutziger Sklave
verbringen... Oh Himmel, er will sie so sehr... Ob das wohl Adrenalin ist, das
jetzt durch seine Adern rauscht, oder spürt er nur die Panik, weil sie immer
noch auf eine Antwort wartet, denn sie kann eine strenge Herrin sein und
vielleicht züchtigt sie ihn mit ihrer Inxianischen
Peitsche, wenn er nicht endlich etwas sagt... doch da ihm keine schlauen Worte
einfallen wollen, küsst J.J. ihr nun einfach die Füsse. Mehrmals. Er lässt
seinen Mund ihr Bein hinaufwandern und kommt so bis zu ihrem Knie, bevor ihn
ein Geräusch aus seinem schon fast tranceartigen Zustand aufschreckt.
Lara hat ihre Tasse auf den Tisch
geknallt und vergräbt eine Hand in seinen Haaren. Es ist irgendwie süss, wenn
er sie wie ein verschrecktes Kaninchen ansieht, das genau weiss, dass es schon
bald von der Schlange gefressen wird...
Sie hat ihn im Griff. Und er hofft,
dass dies eher ein Zeichen von Leidenschaft als Ärger ist... wobei das zuweilen
ziemlich verschwimmen kann, wie er wohl weiss.
Da sie immer noch ihre Hand in seinem Haar vergraben hat, geht er notgedrungen
mit, als sie plötzlich aufsteht und in ihr Zimmer geht, wo ein grosses Bett
steht, in das sie ihn schubst. Schauer der Erregung jagen durch seinen Körper,
als sie ihm seinen Lendenschurz vom Leib reisst und selbst die Hüllen fallen
lässt, bevor sie sich mit Schwung auf ihn stürzt und schliesslich an seinen
Lippen zu knabbern beginnt.
Als er an ihr rumstreicheln will, packt sie ihn und hält dann seine Handgelenke
mit einer Hand locker über seinem Kopf fest, was ihn wieder mal daran erinnert,
wie viel stärker sie ist... doch *ihr* ist er gerne ausgeliefert. So oft hat er
von ihr geträumt, dass ihm nun fast die Tränen kommen, so überwältigt ist er
von all den Gefühlen.
Aber ihre Berührungen elektrisieren ihn und drängen irgendwelche
Gefühlsduseleien in den Hintergrund - dafür schreit sein Körper nun geradezu,
dass er sie will, dass er von ihr in Besitz genommen werden will, und J.J. kann
sich nicht daran erinnern, jemals in seinem Leben so hart gewesen zu sein. Als
sich ihre freie Hand um seine Erektion schliesst, keucht er und bäumt sich
förmlich auf, seine Hüften bewegen sich wie von alleine, als wäre er nur eine
Marionette und Lara hätte alle Fäden in der Hand... und belustigt denkt er
plötzlich daran zurück, wie viel Sorgen er sich ganz am Anfang wegen Sex machte
und wie sie ihn ungläubig angesehen hat, als er ihr sagte, dass er noch
keinerlei Erfahrung hatte. Machen, nicht denken! hat sie ihm da mehr als einmal
gesagt. Wie recht sie damit hatte, musste er später
erst auf die harte Tour lernen, bevor er es endlich kapierte... Es waren nicht
nur die Drogen, die ihn schliesslich gefügig machten.
Er ertappt sich dabei, wie er irgendwelches Zeug brabbelt - 'Nimm mich!' - und
sich wie ein Tier in Hitze an ihr reibt. Er sucht mit seinen Lippen ihren Mund,
doch sie ist gerade damit beschäftigt, an seinem Hals rumzuknabbern und ihm
einen mörderischen Knutschfleck zu verpassen und so lutscht er schliesslich
dankbar an ihren Fingern, als sie seine Handgelenke los lässt, worauf er seine
Finger in die Kissen verkrallt.
Während er schon bald stöhnt und keucht, hört er sie noch nicht mal lauter
atmen... sie bleibt auch stumm, als sie sich schliesslich rittlings auf ihn
setzt und sich dabei seine Erektion einverleibt - doch sie sieht ihn dabei an
und er starrt wie hypnotisiert in ihre Augen. Er gehört ihr mit Haut und
Haaren... und in diesem Moment wird ihm bewusst, dass sie wirklich alles mit
ihm tun könnte.
Er braucht nicht erst laut auszusprechen, dass er ihr gehört, das wissen sie
beide auch so.
J.J. ist immer noch high nach seinem erderschütternden
Orgasmus, als er spürt, wie noch eine Person zu ihnen ins Bett kriecht. Rion - sonst kann es ja niemand sein. Lara's
Bruder gibt ihr vor seinen Augen einen lasziven nicht-sehr-geschwisterlichen
Kuss und schmiegt sich dann an den Mann im Bett seiner Schwester.
Bislang hat J.J. stets nicht zu sehr darüber nachzudenken versucht, dass Rion offenbar in Lara's Bett zu
schlafen pflegt, aber jetzt sind seine Ahnungen zur Gewissheit geworden: Lara
und Rion treiben es sehr weit mit ihrer
Geschwisterliebe und offensichtlich teilen sie alles...
... also wundert J.J. sich nicht, dass Lara ihn nun aufmunternd anlächelt,
während Rion seinen Hintern zu streicheln beginnt und
irgendwas von hübschen Pobacken murmelt.
Er liegt auf der Seite und hält Lara's Hand, als Rion schliesslich von hinten sanft in ihn eindringt. Nun
ja, zumindest sanft im Vergleich zu dem, was Telon
früher mit J.J. gemacht hat... Er keucht auf, doch Lara küsst ihn... und erst
als sie die Tränen von seinem Gesicht wischt, bemerkt er, dass er überhaupt
welche vergossen hat... und er fragt sich warum, denn es tut doch gar nicht
weh.
Aber Lara beginnt ihn nun leidenschaftlicher zu küssen und als sie nun von
vorne seinen Mund mit ihrer Zunge fickt, da vergisst er alle Tränen und spürt,
wie er wieder hart wird. Und dann findet Rion endlich
den richtigen Winkel, um seine Prostata zu reizen, worauf J.J. sich heftiger zu
bewegen beginnt, um noch mehr Reibung abzubekommen zwischen den beiden Leibern
der Geschwister.
Als es vorbei ist, ringt J.J. noch eine Weile keuchend um Luft. Rion hat sich an ihn gekuschelt und verteilt kleine
Küsschen auf seinem Bauch, was J.J. zwar etwas seltsam findet, doch jedem
Tierchen sein Pläsierchen, also was soll's. Erst als er eine Weile dem Gemurmel
gelauscht hat, kommt es ihm immer seltsamer vor... denn 'Pejejuka'
bedeutet doch soviel wie 'werdende Mutter' - aber womöglich hat Rion, der hier unten wohl ziemlich weltfremd aufgewachsen
ist, ja etwas seltsame Vorstellungen darüber, wie Kinder gemacht werden. Na ja,
unter Terranern gibt es ja auch das Märchen vom
Klapperstorch und unaufgeklärte Kinder denken sogar, dass man vom Küssen
schwanger wird.
Er dreht den Kopf, um Lara anzusehen, und starrt direkt in ihre verführerischen
Katzen-Augen. Leise flüsternd fragt er sie, warum Rion
ihn Pejejuka nennt.
"Weil du schwanger bist."
Sie sagt das mit so einer
Selbstverständlichkeit, dass J.J. erst mal glaubt, er habe sich verhört. Dann
denkt er, dass es einfach nur ein Scherz ist... doch eigentlich ist Lara nicht
so solchen Scherzen aufgelegt und sie sieht auch jetzt todernst aus... also
fragt er schliesslich leicht panisch: "Wie?!" Wenn in Rancoon oder überhaupt in Malga-Siru
Männer schwanger werden können, warum hat er dann noch nie etwas davon gehört?!
"Oh... mit dem Sex eben hat das
nichts zu tun." Sie lächelt amüsiert. "Es war der Trank, den du immer
so eklig fandest, na ja das Rezept ist uralt und in Rancoon
ist es bestimmt schon seit Jahrhunderten nicht mehr angewandt worden, weshalb
die meisten es wohl vergessen haben. Wie auch immer, der Trank hat gewirkt.
Erst zur Vorbereitung, damit sich in deinem Bauch quasi eine Gebärmutter
bildet, die letzten Dosen dann mit... ähm... so genau
willst du das gar nicht wissen."
"Aber ich bin ein Mann, ich kann
kein Kind kriegen!" widerspricht J.J. hartnäckig. Bestimmt könnten sie in Malgaïschen Labors allerhand anstellen, aber doch nicht
hier in Rancoon, am Arsch der Welt, in einer
gottverlassenen Hexenküche! Das geht doch einfach nicht!
"Es ist nicht üblich..."
Lara legt nun ihre flache Hand auf seinen Bauch. "Aber es hat geklappt.
Ich kann es *spüren*..."
"Das ist verrückt!" J.J.
will weg von hier, weg von diesem plötzlichen Wahnsinn...
... doch Lara hält ihn eisern fest.
"Es steht schon so in der Prophezeiung!" Flüsternd fährt sie fort:
"Dich hat der Himmel geschickt, J.J., das ist mir
endlich klar geworden, sobald ich dich zu Gesicht bekam, während alle anderen
dich schon für tot hielten. Man hat sich solche Mühe gegeben, dass meine Mutter
keine Enkel hat... doch nun werden wir den Goldenen Drachen dank deiner Hilfe
überlisten. Jawohl, ich bin der Schwarze Drache - und mein Kind, das in deinem
Bauch wachsen wird, ist die zukünftige Fürstin von Rancoon!"
15. Kapitel 
Es wäre
wohl für jeden Mann ein Schock gewesen, wenn man ihm plötzlich aus heiterem
Himmel sagt, dass er schwanger wäre. J.J. hat so schnell wie möglich das Weite
gesucht und ist aus Lara's Bett geflohen.
Rion wollte wohl hinter ihm her, doch Lara hat ihren
Bruder zurückgehalten, denn es ist ja klar, dass der Mensch nicht weit kommen
kann. Würde er die Unteren Gefilde hier verlassen, käme das
einem Selbstmord gleich, sobald man ihn entdeckt.
J.J. hat sich im Bad buchstäblich in eine Ecke verkrochen... und als ihm nun
immer neue Fragen einfallen, bereut er fast, dass er davongelaufen ist. Obwohl
er nicht davonlaufen kann. Es ist in ihm. Er legt seine Hände auf den Bauch,
doch natürlich kann er gar nichts *spüren*... aber das Wissen, dass da etwas
ist, macht ihn schier wahnsinnig.
Okay, alles der Reihe nach.
Mal abgesehen von irgendwelchen wilden Prophezeiungen... Lara hat ihm dieses
*Zeug* - was auch immer es genau war - also oral verabreicht und er hat alles
natürlich schön brav geschluckt und hat es nun in seinem Bauch. Aber wie kommt
*es* später wieder aus seinem Bauch raus?! Verdammt, er ist ein Mann und nicht
für eine Schwangerschaft ausgerüstet!
Wird sie ihm, wenn es irgendwann so weit ist, dann einfach mit einem Messer den
Bauch aufschlitzen?!
Lieber Himmel, er hat zwar gesagt, dass er ihr gehört und sie alles mit ihm tun
könnte... aber an *sowas* hat er dabei nicht gedacht! Na ja, ohne sie wäre er
schon tot - auf diese Weise hat er immerhin ein paar Monate länger zu leben...
... doch er wird plötzlich von Schluchzen geschüttelt, als er verzweifelt daran
denkt, dass er noch nicht sterben will.
Hmmm...
Selbst wenn die 'Befruchtung' geklappt hat und sich in seinem Bauch nun
wirklich so ein Zellklumpen eingenistet hat, muss das ja eigentlich noch lange
nicht heissen, dass daraus auch wirklich ein Kind wird. Es kann doch so vieles
schief gehen... Er überlegt sich, was er alles nicht so gut verträgt, dass es
womöglich schwere Magenkrämpfe auslösen würde, so dass dieses *Ding* dann
einfach kurzerhand verdaut wird und niemals das Licht der Welt erblickt.
Lara wäre davon nicht sehr begeistert.
Aber sie würde es einfach erneut versuchen - und ihn vielleicht die ganze Zeit
über angekettet lassen, damit er keinen Dummsinn macht, da hätte sie bestimmt
keine Hemmungen.
Oh, verdammt... da hat er die ganze Zeit über immer gedacht, Lara wäre so
ziemlich die vernünftigste Person auf diesem gottverlassenen Planeten hier...
und nun das!
Irgendwann versiegen die Tränen und er sitzt noch eine ganze Weile wie betäubt
da...
... und schliesslich kommt er wieder zu Lara gekrochen, die ihn offenbar
erwartet hat. Vielleicht hat sie in der Zwischenzeit aber auch seelenruhig
geschlafen - weil sie genau weiss, dass er sonst ja sowieso nirgendwo hin kann
- und ist eben erst wieder aufgewacht, wer weiss das schon.
Nichts ist sicher.
Schicksalsergeben drückt er demütig seine Stirn auf den Boden und fleht darum,
dass sie ihm seinen kleinen Ausbruch verzeiht - statt der blumigen Floskeln,
die er in seiner Zeit im Harem schliesslich fast jeden Tag zum besten gab,
bringt er jedoch nur ein trockenes Schluchzen zustande.
"Komm."
Sie klopft auf das Bett, also krabbelt
er zu ihr und rollt sich zusammen.
"Du machst ein Gesicht, als wäre
jemand gestorben."
Er sagt nichts dazu, beisst sich nur
auf die Lippen... doch dann platzt es doch aus ihm heraus und er flüstert
tonlos: "Wann wolltest du mich eigentlich darüber aufklären? Wenn ich
schon dick geworden wäre und spürte, dass sich da in mir etwas bewegt - oder
vielleicht erst, wenn du mir dann den Bauch aufschlitzt?!"
Erst starrt sie ihn an, als hätte er
den Verstand verloren, doch dann dämmert ihr, dass er wirklich denkt, dass er
sterben muss. "Oh, nein... was denkst du nur?" Sie legt eine Hand auf
seine Wange und streichelt ihn. "Natürlich werde ich dir zu gegebener Zeit
den Bauch aufschneiden. Mit einem Skalpell. Wie nennt ihr es doch gleich...
Kaiserschnitt! Du wirst daran bestimmt nicht sterben", versichert sie ihm.
Zumindest hofft sie das doch sehr. Wenn sie dabei ist, wenn es soweit ist,
sollte eigentlich alles glatt gehen, doch man weiss ja nie... Nichts im Leben
ist ohne Risiko, doch im allgemeinen ist die
Kindbett-Sterblichkeit hier in Rancoon äusserst
gering, weil es selten irgendwelche Komplikationen gibt. Und J.J. - na ja,
darüber wird sie sich dann in ein paar Monaten anfangen Sorgen zu machen, wenn
es soweit ist.
~
In Rancoon gibt es den Aberglauben, dass Frauen während der
Schwangerschaft möglichst viel Sex haben sollten, weil Orgasmen gesund wären
und es dadurch besonders prächtige Kinder gäbe...
... und auch wenn Lara nichts dazu sagt, ob da wohl was wahres dran ist oder ob
es völliger Unsinn ist, so ist doch schon bald klar, dass Rion
offenbar fest daran glaubt, auch wenn die werdende Mutter in diesem Falle ein
Mann ist.
Lara's Bruder ergreift jede Gelegenheit beim Schopf,
mit J.J. zu schmusen und zu kuscheln und ihn zu massieren... und ihm einen
runterzuholen und zu blasen und ihn natürlich auch zu ficken, bis er schreit
vor Lust.
Rion ist dabei geradezu liebevoll und zärtlich, doch
J.J. kann ihn ebenso wenig abwehren, wie er früher zu Telon
Nein sagen konnte, der alles mit ihm anstellte, wann immer er wollte.
Und wenn Lara sich dann nachts zu ihnen ins Bett gesellt, ist J.J. schon so
ausgelaugt, dass er zu mehr als küssen und schmusen sowieso kaum noch imstande
ist, trotz all seiner früheren Phantasien, was er mit Lara im Bett alles
anstellen könnte... oder was sie mit ihm anstellen könnte.
Nun ja, sie hat ja etwas mit ihm angestellt; sie hat ihn geschwängert.
So hat er sich das ja früher nicht unbedingt vorgestellt, doch er versucht das beste daraus zu machen und kuschelt sich immer möglichst eng
an seine Herrin.
Wenn sie da ist.
Offenbar ist Lara, seit sie sich nun endlich entschlossen hat, mit ihrem
Schicksal als Schwarzer Drache ernst zu machen, fleissig dabei, irgendwelche
Ränke zu schmieden und sich mit irgendwelchen Mitverschwörern zu treffen...
... doch sie erzählt nur wenig darüber und J.J. wird das dumpfe Gefühl nicht
los, dass sie nicht zuletzt deshalb so überaus verschwiegen ist, weil sie
vielleicht immer noch befürchtet, dass der Goldene Drache womöglich hinter die
Verschwörung kommen könnte. Und falls Rion und J.J.
entdeckt werden, so können sie selbst unter der Folter nichts verraten, was sie
nicht wissen.
Morgendliche Übelkeit gehört glücklicherweise nicht zu seinen Symptomen... und
wenn man es ihm nicht gesagt hätte, würde J.J. wohl nicht merken, dass mit ihm
irgendwas los ist.
So aber verbringt er manchmal Stunden damit, mit den Händen auf dem Bauch die
Wand anzustarren und darüber nachzugrübeln, was für ein Ding da wohl in ihm
heranwächst. Vor seinem geistigen Auge sieht er Tentakel und scharfe spitze
Zähne und Schlangenleiber und alles in allem eher sowas wie einen kleinen
Drachen, denn ein Menschliches Baby.
Irgendwann kommt dann Rion an, küsst seinen Bauch und
beginnt in aller Seelenruhe damit, ihn systematisch zu verführen, ob er nun
will oder nicht. Fast schon spielerisch geht der Malgare
mit ihm um und scheint sich dabei noch nicht mal sonderlich bewusst zu sein,
dass er soviel stärker ist als der Fremde hier, dass er ihm dabei mit
Leichtigkeit einen Arm oder sonstwas brechen könnte,
falls er nicht spurt...
... doch J.J. ist sich dessen sehr wohl bewusst und macht deshalb wohlweislich
alles mit, als hinge buchstäblich sein Leben davon ab. Und immerhin gibt es
schlimmeres, als von Rion gestreichelt oder so
leidenschaftlich gefickt zu werden, bis das Bett wackelt.
Nach
einigen Wochen stellt J.J. fest, dass ihm manchmal etwas schwummrig ist und er
sich wieder setzen muss. Und dass seine Brustwarzen auf einmal viel
empfindlicher sind.
Lara braut ihm neue Tränke und die Schwindelgefühle lassen daraufhin merklich
nach.
Seine Nippel bleiben aber so empfindlich...
... was Rion offenbar als Anlass nimmt, ihn dort
ausgiebig zu lecken und schliesslich schon allein dadurch zum Höhepunkt zu
bringen, dass er endlich in die harten Knospen reinbeisst.
Lara's Bruder macht daraufhin ein sehr zufriedenes
Gesicht, während J.J. sich über seinen eigenen Körper immer mehr zu wundern
beginnt.

16. Kapitel 
Lara von Rancoon ist Arak
Ataya, der Schwarze Drache...
... und J.J. trägt ihr Kind in sich.
Und inzwischen trägt er immer schwerer daran, sein Bauch ist geschwollen und er
kann spüren, wie es sich in ihm bewegt. Am Anfang hat er es eher noch als so
eine Art Krebsgeschwür betrachtet, ein Monster, das in ihm heranwächst, doch je
länger je mehr kommt er nicht umhin, es als Baby zu betrachten... und manchmal
erschrickt er selbst darüber, was er inzwischen schon für Muttergefühle
entwickelt hat für das Kind.
Sein Kind.
Und nachdem er sich nun endlich daran gewöhnt hat, dass es in ihm drin ist,
beginnt er sich schon wieder langsam darüber Sorgen zu machen, wie es denn wohl
zu gegebener Zeit aus ihm herauskommt.
Dass Rion ihn nicht nur streichelt, leckt und vögelt,
sondern auch ständig mit verklärtem Lächeln ein scharfes Messer mit sich
herumschleppt, um die zukünftige Fürstin von Rancoon
notfalls aus seinem Bauch herauszuschneiden, ist auch nicht gerade dazu
angetan, um J.J.'s Bedenken zu zerstreuen. Lara
beruhigt ihn zwar immer wieder, aber trotzdem hat J.J. grosse Angst, die Geburt
nicht zu überleben. Denn was ist, wenn Lara wie so oft nicht da ist, um einen
richtigen Kaiserschnitt vorzunehmen, und Rion
plötzlich auf die Idee kommt, dass es jetzt höchste Zeit wäre, und deshalb mit
dem scharfen Messer auf ihn losgeht.
B.B. /
15.2.2004
FORTSETZUNG
FOLGT...
Pariaragon, ein
Hinterwäldler-Planet im Territorium von Malga-Siru
Rancoon, eine abgeschiedene Gegend auf Pariaragon, wo das gewöhnliche Volk noch nicht mal weiss,
dass es Malga-Siru gibt, sondern den Drachenthron für
den Nabel des Universums hält
Lacial Pandemeyla von Rancoon, die
Fürstin von Rancoon
Lara von Rancoon,
die Kriegerische Tayda, die offiziell den Titel einer
'Grossen Hexe' trägt
Telon, der
Bruder der Fürstin von Rancoon und deshalb
Platzhirsch im Harem
Adarno, der Adlige Rebell mit den feuerroten Haaren
Rocor und Radon, Adarno's
Freunde und Gefolgsmänner seit Kindertagen
Kalan, ein Bauernlümmel, der schliesslich Adarno's treuer Sklave und Gefährte wird
Karon, Kalan's älterer
Bruder, Rocor's Eigentum
Kemal, Kalan's Cousin, Radon's
Eigentum
Kadira, die Herrin eines Bauernhofs in den Bergen,
Mutter von Karon, Kira und Kalan
Kira, Tochter von Kadira,
Schwester von Karon und Kalan,
wird von Adarno schwanger
Matan, ein Junge im Rang eines Lajé
im Harem der Fürstin
Rion, Lara's totgeglaubter Bruder, der mit seiner Schwester unten in den
Katakomben lebt
Julian Jones, der junge Mann, der von der Föderation nach Malga-Siru
verheiratet wurde
B.B.'s Schreibecke - das Journal
(Updates etc.pp.)
Kommentare erwünscht!